Ich hatte mir vorgenommen wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und heute bekam ich durch eine mail die Bestätigung, dass meine Intiuition ( in diesem Falle) leider wieder sehr gut funktioniert, wenn ich mir Zeit für sie nehme.

Vor vielen Jahren, eigentlich sind es nur drei, war es für mich total normal, mich zu zentrieren. Mich selbst wichtig nehmen, auf mich und meinen Bauch zu hören.
Irgendwo ist es mir verloren gegangen. Ich finde es gerade wieder.
Kleine Schritte.
An Vollmond den Kontakt zur Mondin suchen. Minutenlang - aber immerhin.
Meine Heilsteine reinigen und dann auch wieder tragen.
Räucherstäbchen abbrennen und den Geruch genießen.
Am Sonntag eine Karte für die Woche ziehen und auf mein Regal, Altar will ich es
noch nicht nennen, stellen.
Die Ruhe in der Kapelle suchen in den Kontakt mit ihr kommen. Maria ist für mich die Göttin in einer Ihrer Gestalten.
Auf den Berg gehen und mich im Wind spüren.

Dieser Berg zieht mich magisch an. Am liebsten würde ich ihn täglich besuchen.
Entstanden durch den Abbau der Steinkohle in unsere Stadt.
Zu wissen, dass Vater und Großvater mit ihrem Schweiss und ihrem Blut, mit an ihm gearbeitet haben.
Auf die Siedlung zu schauen in der ich geboren und groß geworden bin.
In die Ferne zu schauen. Die Eifel zu sehen. Die Niederlande. Kleine angrenzende Dörfer.
Andere Berghalden.  Die Weite , die Enge. Alles.
Meine Wurzeln.
Hier.

Ich lass die Kamera in der Tasche und nehme die Eindrücke auf. Es ist kein wilder Berg, es wurden Wege angelegt und doch ...
Bäume wurden zu einem kleinen Wald.
Vor 30 Jahren, als es noch verboten war ihn zu besteigen, hat mein Vater mich sonntags querfeldein mit hochgenommen auf seinen Berg. Dort, in der Wildnis habe ich meinen ersten Schmetterling und
mein erstes freilebendes Reh gesehen.
Daran erinnere ich mich immer, wenn ich den Weg hinaufgehe.
Die Schienen, die die Gruben miteinandern verbanden. Wir sind sie damals entlang gelaufen, weil sie da schon nicht mehr befahren wurden..
Heute gibt es sie nicht mehr, Nur einen Grüngürtel.

Sonntagspaziergänge mit den Eltern durch das umliegende Feld. Es war so endlos.
Heute wird es durch Umgehungsstraßen geteilt. Für mich sind es große Wunden die in die Natur gegraben wurden.
In der Regenzeit bildeteten sich in den tiefergelgenen Feldern so große Seen, dass dort Vögel zu beobachten waren. Im Winter fuhren einige mutige Kinder mit ihren Schlittschuhe darüber. Hier haben wir Kaulquappen gefangen und in die Schule geschleppt.
Ein alter Bauernhof mitten im Feld, war für mich immer ein Anziehungspunkt. Verfallen, Wildwuchs, Trampelpfade, Träume.

Zu wissen, dass all dieses Land einmal von Wäldern bedeckt war. Das Menschen es urbar gemacht haben, Wälder zerstört haben, sich und ihre Familien von diesem Land wie auch immer ernährt haben.
Meine Familie lebt bereits seit hunderten von Jahren hier. Es waren Tagelöhner, Hofpächter, Bergleute unter ihnen. Sie alle haben von diesem Land genommen und auch etwas von sich wiedergegeben.

Was kann ich Mutter Natur wiedergeben ?
Ich stelle diese Frage und setze meine Wanderung fort.




( Blick von einem nicht kultivierten Berg zum anderen )


Kommentare

  1. Danke für diesen aufrichtigen Einblick aus deiner Heimat. Mich beschäftigen deine Fragen auch immer mal wieder, daher bin ich irgendwann aktiv in einer Naturschutzgruppe gelandet. Bin gespannt wohin diech deine Antworten führen...

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen