seltsame Gefühle am Samstagabend

Ich ertrage es nicht mehr ...

Heute Abend habe ich mich so auf eine Sendung im Fernsehen gefreut.
Auf Bayern wollte ich mir " Marcel Reich-Ranicki : Mein Leben "
anschauen. Ich liebe Blicke in andere Leben. Biografien.

Doch nach einer Stunde kam ich an meine Grenzen. Bilder aus
dem Ghetto ( vermutlich Orignalaufnahmen) als das Gelbfieber
ausbrach und die toten Menschen aufgesammelt wurden. Kinder
wurden auf einen Wagen gelegt und eine Leiche fiel herunter.

In diesem Moment kam ich an meine persönliche Grenze.
Ich mag keine Bilder mehr sehen, von sterbenden und leidenden
Kindern . Damals nicht und heute nicht.
Ich bin so sensibel geworden, dass ich mir keinen Film, keine
Doku mehr anschauen kann, in den Kindern körperlich oder
seelisch leiden.
Während ich diese Zeilen schreibe, laufen mir die Tränen
übers Gesicht.
Ich bin so dankbar, dass meine kleine Tochter nebenan gesund
und behütet schlafen kann.

Ich bin mir bewußt, dass das Leiden damals und heute, das Erwachsene
Kindern antun, nicht vergessen werden darf.

Und doch mag ich nichts mehr hören und sehen.
Das liest sich so egoistisch. Und doch. Ich weiß nicht wie ich
so ein Leid lindern soll. Fühle mich hilflos, machtlos.

Ein Lied geht mir durch den Kopf:


Sind so kleine Hände


Kommentare

  1. Dieser kleine mütterliche Egoismus sei uns verziehen.....leider können wir nicht alle beschützen...

    LG
    Silberweide

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  2. Ich finde das nicht egoistisch. Du kannst diesen Kindern nicht mehr helfen, aber Du kannst und musst auf Dich achten, dass Du Dir Gutes tust. Ansonsten kannst Du auch nicht für andere da sein. Und gerade in solchen Angelegenheiten,. in denen das Angucken der schrecklichen Szenen nur das Gefühl der Hilflosigkeit hinterlässt und in denen es für die Betroffenen keinen Unterschied macht, ob Du Dir das anguckst: Schalte ab. Lade Dir das nicht auf. Du weißt, dass es schlimme Dinge gab und gibt, das musst Du für Dein Gehirn nicht noch immer wiederholen. Du arbeitest doch auch schon mit Menschen, um ihnen zu helfen. Halte Dir das vor Augen, dass Du Deinen Teil zu einer besseren Welt beiträgst. *knuddel*

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