Josef Kirschner ... immer wieder gern gelesen

Hin und wieder krame ich in meinen "alten" Büchern und da fiel mir heute
nach  gezieltem Suchen eines meiner Lieblingsbücher entgegen.
Dieses Buch begleitet mich seit frühester Jugend und liegt bei Umzügen
immer in den ersten Kartons die wieder ins Regal geräumt werden.

Es ist ein schmales, dünnes Taschenbuch mit dem Titel
" Die Kunst, ohne  Überfluss glücklich zu leben " von Josef Kirschner

Gerade heute so aktuell wie nie.

Montags ist mein Kinderzimmeraufräumtag. Gerade da fallen mir meine
eigenen Konsumsünden in die Hand.
Das Kind ist noch keine vier Jahre und ertrinkt in Büchern, Plastikpuppen
mit Kleidergröße - 0 , Stofftieren, Puppenbabies ( es sind sechs Stück und
sie wurden gestern alle im Wohnzimmer an- und auszgezogen, gefüttert
usw.) Das alles kauft sie nicht selber, sondern sie bekommt es von mir
und anderen Familiemitgliedern gekauft oder aber, gerade Frau B. und
Herr K., von den großen Schwestern vererbt.
Darum lesen wir z.B. abends auch nicht nur ein Buch und über Tag wird
auch gelesen. Sprich von mir vorgelesen.
Und noch etwas ist mir aufgefallen. Es gibt eine Ecke, da stapeln sich die
Sachen, für die ich sie noch zu jung/klein halte, aber schon mal gekauft
habe ( auch hier meistens Bücher, Malbücher, CD´s ). Oder sie bekommt
wunderschöne Knete geschenkt, die sie mit 3 Jahren gerne vermischt und
irgendein Erwachsener ( auch ich) sagt dann, die ist zu teuer . Knete doch
mal mit einer Farbe. Und dann werden auch diese Spielsachen wegge-
stellt und nur auf Bitten und Betteln der Besitzerin ...
Liest sich doof, fühlt sich doof an, ist doof.

Heute habe ich es geändert. Bücher die für sie sind, sind in ihren Kisten
und ihrem Regal.
Bastelkram ( bis auf Schere und Kleber) ist verfügbar und es gibt einen
Tisch an dem sie immer , wenn sie will, basteln kann.

Mir ist wichtig, dass sie lernt, dass Papier eine Ressource ist, mit der
gehaushaltet werden soll. Aber warum sparen am Bastelpapier. Wenn
ich meinen Schreibtisch anschaue, dann graut es mir, mit so einer
Papierwust werde ich tot geschlagen.

Was den Puppenkonsum angeht, da möchte ich einen anderen Weg
gehen. Frau B. ist ja immer nur im Komplettset mit tollen Prinzessinen-
kleider zu erhalten. Die Kleidung die man so bekommt, macht nicht
soviel her. Letztens auf dem Flohmarkt, gab es eine Kiste nur mit
Kleidern, selbstgenäht. Wer , in diesem Haushalt wollte endlich
nähen lernen ?
Und stricken und häkeln geht ja auch. Hoffe ich.
Genauso werden wir es mal mit den Babies versuchen. Obwohl
die dank der großen Schwestern gut eingedeckt sind.
Auf dem Wunschzettel stehen Betten für die Puppenbabies.
Auch da wird mir noch was einfallen oder vielleicht kommen
ja auch von den Lesern ein paar Tipps.

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