Landleben

Landleben ( von einer, die raus zog) - Autorin Hilal Sezgin


Das Buch hat mich sehr berührt, komischerweise musste ich bei der Danksagung sogar
ein paar Tränen verdrücken. Ich hatte das Gefühl mich von einer Familie zu verabschieden.

Zuerst dachte ich, als ich den Titel las, wieder ein Buch, dass das Landleben "verklärt".
Städterin zieht aufs Land, alles wird gut.
Ich wurde eines besseren belehrt und das Wort "lehren" passt sehr gut. Noch nie habe
ich über Tierethik nachgedacht oder gelesen. Ok, natürlich mache ich mir Gedanken
über Massentierhaltung, Vegetarismus und veganes Essen und Leben. Frau Sezgin
kauft sich gülleresistente Gummistiefel und erhält von da an einen Landwirtschafts-
katalog aus dem sie Auszüge beschreibt. Sie erzählt wie sie zu "ihren" Tieren kam und
wieviel Arbeit das Versorgen von Tieren macht , ohne das die Tiere nutzen. Aber auch
wie sehr sie diese Arbeit zufrieden macht.  Sie dürfen
einfach sein und kosten Geld ( das Frau Sezgin erst verdienen muss ) um Medikamente
und Ärzte zu bezahlen. Das alles nur um den Tieren ein Weiterleben anzubieten, denn
eine Garantie gibt es nicht. Die Schafe, Hühner, Gänse , die bei ihr leben brauchen
keine Leistung bringen , sie dürfen sein.
Das Leben im Dorf wird angerissen ( doch ich habe selbst in einem gewohnt und konnte
viel zwischen den Zeilen lesen) , auch ihre Zweifel ob dieser Schritt der richtige für
sie war, werden dem Leser nicht verschwiegen. 

Ich bin neugierig geworden auf die Autorin und habe sie im Internet gefunden. Dort
fand ich noch mehr Artikel zu Thema Tierethik die ich mir durchlesen werde. Und das
Buch habe ich sicherlich nicht zum letzten Mal ausgeliehen. Es wird ein Buch sein,
in dem ich immer mal wieder nachlesen möchte.





Kommentare

  1. Ui, das klingt interessant. Hört sich so an, wie bei uns - das mit den Tieren. Unsere Tiere dürfen auch einfach sein (wobei wir die Enten wohl doch dezimieren müssen, es sind zu viele geworden *sfz* 33 Enten...) Gänse, Hühner, Enten, Ziegen, Schafe. Sie dürfen hier sein und müssen nichts bringen, machen sie aber dennoch: ganz viel Freude! (Ja, natürlich auch viel Arbeit und leider, leider kosten sie eben auch Geld, das erst verdient werden muss (und woanders dann vielleicht auch mal fehlt...)
    Werd gleich mal nach diesem Buch gucken.

    Liebe Grüßlis,
    Sianna

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