Depression oder einen Schritt vor dem Abgrund ( Wie es in mir aussieht)

... genauso habe ich mich letzte Woche Freitag gefühlt. Ich sehe es schon länger kommen, weiß gerade nicht, ob ich es hier schon mal erwähnt habe. Ich habe Depressionen, bin seit längerem,
auch mal mit größeren Pausen in Behandlung.
Am Freitag ging es mir so schlecht, dass ich sogar mit dem Taxi ( nicht ganz billig) zur
Therapeutin gefähren wäre, wenn ich den Bus verpasst hätte.

Im letzten Sommer merkte ich, dass es wieder los ging und das ich wieder Hilfe von außen
brauche. Und dann war ich in Kur und hatte so Phasen , da habe ich alle um mich herum mit
meinem Ängsten und Panikattacken genervt.
In diesen tiefen Tälern beschäftige ich mich mit meinen Zähnen . Ich mag da jetzt nicht
näher drauf eingehen, alleine der Gedanke an das Wort verursacht mir Schmerzen. Ich
kann vollkommen schmerzfrei sein und nur das Wort aussprechen und es tut was weh.

Den Grund für meine derzeitige Depression kenne ich. Und wenn ich die Ursache beseitigt
hätte, wäre mir die Wurzel-Gedöns-Aktion im letzten Jahr sicherlich erspart geblieben.
Und jetzt spitzt sich die Situation zu und ich merke wie ich innerlich über mich den Kopf
schüttel und manchmal denke ich werde bekloppt.

Mittlerweile habe ich Angst nicht mehr aus dem Tal rauszukommen. Der Vormittag
ist ja noch ganz ok, da kann ich mich einigermaßen ablenken, auch mal einfach den Hund
schnappen und raus . Den Kontrollmechanismus unterbrechen.
Doch je später der Tag je angestrengter werde ich. Und dann kommt der Abend, die
Kleine schläft und ich würde mich am liebsten hinlegen und schlafen um nicht denken
zu müssen.

Meine Therapeutin sagte in unserer letzten Sitzung , sie wäre mit ihrem Latein am Ende.
Wenn ich nicht bereit bin , den einzig möglichen Weg zu gehen, dann bliebe mir nur noch
Psychopharmaka.

Ich gebe ihr Recht. Ich weiß was zu tun ist. Ich trau mich nicht. Habe Angst zu verletzen
und verletze lieber mich.

Ich setze im Moment einen Fuß vor der anderen. Um das Problem zu umgehen.

Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich so, Mensch ... , tu es einfach. Schlimmer
kann es nicht werden und ich könnte endlich wieder gesunden und Freude an mir selber
haben.

Danke fürs Mitlesen. 



Nachtrag: Ich habe diesen Post bereits am Montag geschrieben. Mittlerweile habe ich für
die nächsten Tage einen Ansatz gefunden um den Zwang zu unterbrechen. Das kostet mich
Kraft, macht mich aber auch stolz, wenn es funktioniert. Ich denke in Stunden, nicht in Tagen.
Menschen die zwischen den Zeilen lesen und mich kennen, macht Euch keine Sorgen darüber,
dass ich was Dummes vorhabe. So dunkel es in mir zur Zeit ist, ich hänge sehr an meinem
Leben.
Gruß die Sammlerin

Kommentare

  1. Ich mag dich einfach mal drücken.... kenn die Löcher ja selber, die manchmal ganz schön tief und dunkel sein können... aus denen ist manchmal nur schwer rauszukommen. Und vor allem: Nur du selber hast es in der Hand. Aufzustehen, und das Nötige zu tun, das dich raus bringt. Ich wünsch dir die Kraft...

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  2. Hallo Zauberweib, danke für deine lieben Worte. Heute geht es mir besser als noch vor ein paar Tagen. Hatte gestern auch ein offenes Gespräch mit meine Zahnarzt über meine Depression, so dass er meine "Angst" jetzt auch besser versteht. Der bestätigte mir übrigens, dass ich mir den "Schmerz" nicht einbilde, da er die Entzündung deutlich sehe. Das war sehr hilfreich, das ich gestern lange Zeit ohne Kontrolle sein konnte.

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