Veränderungen

Ich habe vor einiger Zeit ein Buch gelesen . " Ich liebe die Anfänge " von Barbara Salesch.

Ich muss ganz ehrlich sein, lieben wäre jetzt übertrieben,
aber ich weiß das Veränderungen zum Leben gehören
und ich weiß, es ist besser mit ihnen zu fließen, als gegen
sie anzukämpfen.

Da ich mich vom Vater meiner jüngsten Tochter getrennt habe,
wird sich die Gestaltung unserer Wochenenden und freien Tage
verändern.
Ich sehe das als Chance aus einem vorhandenen Muster auszubrechen.
Ich werde alleine für die Gestaltung verantwortlich sein und ich werde
bei Ausflügen nicht auf ein Auto zurückgreifen können, da ich keins
habe.

Im Moment sehe ich nur die Dinge die nicht gehen.
Letztes Jahr waren wir mit dem Auto zum Mittelaltermarkt nach Krefeld
unterwegs, dieses Jahr müssten wir eine mehrstündige Fahrt mit dem
öffentlichen Personennahverkehr auf uns nehmen.
Ich will immer raus in die Natur und sehe nur Ziele die mit langen
Fahrten zu bewältigen sind. Die Natur um unsere Kleinstadt ist für
das Kind ausreichend groß für Entdeckungen und auch unsere Klein-
stadt hat Ecken in den sie auf jeden Fall noch nicht war.
Und dann gibt es Ausflugsziele die sie liebt und ich langweilig finde.
Das Schwimmbad, der Wasserspielplatz ( der im Sommer halt auch
Wasser hat ) unsere Wiese vor dem Haus um Picknick zu machen und
Ball zu spielen. Omas Garten findet sie toll mag aber nicht die
anstrengende Fahrt dorthin. Für sie mit ihrem kleinen Rad geht es
immer bergauf und wir brauchen fast eine Stunde bis dort, mit
Unterbrechungen. ( Ich alleine brauche 10 Minuten mit dem Rad)

Und es muss ja nicht jedes Wochenende ein großer Ausflug sein.
Die großen Ausflüge kann sie dann mit ihrem Papa machen, der
wohnt ja 200 km von uns entfernt .

Da fällt mir gerade ein wie meine Eltern mit mir die Sonntag verbracht
haben. Mein Vater machte bei schönem Wetter schon mal eine Radtour
mit mir, nach dem Mittagessen wurde Musik gehört, gelesen ( heute heißt
das gammeln) oder ein Spaziergang gemacht. Entweder einmal ums Dorf
oder eine ganz bestimmte Runde durchs Feld. Dann gab es Kaffee und
Kuchen im Garten oder Wohnzimmer.  Das war Standard. Große Ausflüge
waren selten und immer ein Highlight. Wenn meine Eltern sich nicht mit
mir beschäftigt haben, habe ich gemalt oder gelesen. Oder was damals
üblich war Kassetten gehört.

Ich erinnere mich gerne daran. 

Während ich hier schreibe, fallen mir einige Sachen ein, die doch
gehen. Ich muss nur umdenken.
Und mit der Veränderung fließen.







Kommentare