Eine Überschrift ist mir nicht eingefallen.
Langsam bekommt alles etwas alltägliches. Die Sorgen, die Telefonate, wöchentliche
Besuche im Krankenhaus.
Meinen Alltag da drumherum zu organisieren gehört zu meinem leichtesten Übungen,
weil ich es ja durch unsere Wochenendbeziehung seit sechs Jahren kenne.

Was anderes ist es mit meiner Kraft und auch mit meinen Gefühlen. Habe einige Termine
wahrgenommen und Klarheit gewonnen.
Wenn mir eines klar geworden ist, dann , dass ich zuviel mit anderen  über das gesprochen
habe, was für mich nicht so gut lief. Darüber haben wir aber bereits gesprochen, darum kann
ich es hier posten.
Zur Krankheit selber werde ich mich hier nicht weiter äußern, wer persönliches wissen möchte,
weiß wie er mich erreicht.
Natürlich gibt es noch mehr, was meine Klarheit angeht, aber es betrifft mich nicht allein.
Und vieles konnten wir aus gegebenen Anlass noch nicht besprechen, also ...

 In dieser Woche hatte ich einen Tag, da war ich richtig erschöpft. Körperlich und seelisch.
Und ich habe mir am nächsten Tag "frei" genommen. Das tat gut. Eine Bekannte aus alten
Zeiten getroffen und nicht über die aktuelle Situation gesprochen.
Mit dem Rad gefahren. Mittagsruhe verlängert.
Und auch heute schiebe ich ein ruhige Kugel.
Die Großen unterwegs, die Kleine und ich mal ganz langsam.

Ein, zwei Menschen in meinem näheren Umfeld habe die Aufgabe mir ein Stopp zu zuwerfen,
wenn ich mich verrenne, übernehme , nicht auf mich achte.
Ich glaube , da habe ich gut für mich gesorgt.

Was mir im Moment wirklich gut hilft, ist das ich immer wieder Lachen kann . Ich hatte
einer Mutter einen kurzen Umriss der Situation gegeben und der war es fast unmöglich
mir am nächsten Tag "normal" zu begegnen.
Ich habe ihr dann zu gerufen : " Hey, S. ich werde nicht aufhören zu Lachen wenn es die
Situation hergibt und du darfst auch Lachen, wenn du mich siehst ".
Sie schaute schon traurig , aber ich denke das gibt sich.

Heute gab es Zeugnisse und ich bin sehr stolz auf meinen beiden Großen.
Der Große wird es auch brauchen, die guten Noten, denn sein Ausbildungsbetrieb ist
tatsächlich insolvent und sechs Monate vor der Prüfung ist der Junge nun arbeitslos.
Er schreib fleißig Bewerbungen. Hoffentlich klappt es.

Die Oma hat mir heute ein Geschenk gemacht und zwei Stunden auf den Wirbelwind
geachtet, damit ich in Ruhe zu Lymphdrainage konnte und mir auch zweimal in den
letzten 14 Tage die Fahrkarte nach Bochum bezahlt.

Und so kann ich sagen, dass die letzte Woche eine gute Woche war.

Euch allen ein schönes Wochenende

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