Heute also Xanten

Wieder durften wir das Auto für ein paar Stunden nutzen, darum war Xanten unser
Ziel.
Es musst wohl überlegt sein, was wir uns dort anschauen wollten, denn die Interessen der
vierjährigen Tochter, der neugierigen Mutter und dem nicht-so-fitten Vater musste ver-
einigt werden.

Zwei Ziele haben wir uns vorgenommen.
Die Kriemhildmühle und den Dom.

Der Dom ist ein Muss für mich, einfach weil wir auch einen Dom haben. Den Aachener Dom.

Zuerst also zur Mühle. Wir näherten uns ihr vom Westwall her und durften sehen, wie der Müller
das Segeltuch löste . Unser Kind war ganz außer sich, weil jemand auf dem Windmühlenflügel
herumkletterte.




Hier ein wenig Mühlengeschichte . Auch zu finden unter folgendem Link. Kriemhildmühle

...Der Nachtwächterturm wurde 1778 an den Kaufmann Gerhard Schleß verkauft, der die Wände erneuern ließ und den Turm als Gartenhaus benutzte. Heinrich Schleß, sein Sohn, entschloß sich, den Turm wirtschaftlich zu nutzen. Er ließ das Dach und den oberen Teil der Rundmauer entfernen, erhöhte den Rumpf und richtete in dem Turm eine Windmühle in Verbindung mit einer Ölmühle ein.
Diese Mühle, heute Kriemhildmühle genannt, verkaufte Schleß später an die Müllerfamilie Hermanns, Besitzer der Walbecker Mühle. Sie gelangte dann in den Besitz der Stadt Xanten bis zum heutigen Tage. Windmühlen, die auf Festungstürmen errichtet wurden, wie in Rees oder Zons, werden im Niederrhein wegen ihrer eigenartigen Form auch Bärwindmühlen genannt.

Quelle: kriemhild-muehle.de



Den Dom haben das Kind und ich alleine besichtigt, der Vater ruhte sich lieber draußen im Schatten
aus. Mit der Kleinen kann man sehr gut Kirchen besichtigen, wenn man sich auf das Kind einlässt.
Sie ist dann auch leise, egal wie laut und auffällig sie vorher draußen gewesen ist. Immer wieder
interessant die Veränderung an ihr zu sehen.

Auffällig für mich war, dass ich ihn mir prächtiger vorgestellt habe. Er ist toll und imposant, gar
keine Frage, aber ich habe es nicht so mit den vielen großen Gemälden. Und davon gab es sehr
viele . Auf den Seiten des Dombauvereins kann man wunderbare Fotos sehen, die auch im
Vorfeld sehr schön fand. Aber davor stehend war es mir von allem zu viel. Prächtig ist für
mich irgendwie anders.
Mit meiner Tochter waren wir schon um den Dom herumspaziert und ich habe ihr die Funktion
der Wasserspeier erklärt. Angesichts der vielen Regenfälle der letzten Zeit und dem Wasser
was von unserem im Verhältnis kleinen Dach fließt, konnte sie sich das gut vorstellen.
Für mich sind Wasserspeier magisch und erwarte immer,dass sie von den Dächern springen
und lebendig werden.
Innen habe ich bei einem Altar etwas gesehen , was mich an den Film Illuminati erinnerte, ein
großes Dreieck mit einem Auge drin. Leider habe ich keinen Fotoapparat dabei, dass hätte ich
euch gerne gezeigt.

Der Kreuzgang war kühl und wunderschön . Hier ein paar Eindrücke.




Den Martinusaltar hat meine Begleiterin sofort erkannt. Klar , die Geschichte kennt sie, hat
sie doch schon den armen Mann gespielt. Lach
Die Figur des Hl.St. Viktor erinnerte uns beide an eine Frau .
Wie immer wenn wir in einer Kirche sind, zünden wir eine Kerze an. Heute zündete
das kleine Mädchen eine für ihren Vater an und was mich echt rührte, betete ein
Vater unser.Allein.  Die zweite Kerze war für die Oma. Der geht es gesundheitlich super,
aber der Wunsch des Kindes, lass Oma nicht alt werden , sonst muss sie sterben.
Oma ist 78 . Und das ist ja kein Alter. 


In der Stadt selber fielen mir die Zeichen der Jakobspilger ein und ein irgendwo vergrabener Wunsch
rief nach mir.
Und ... es war Stoffmarkt mitten in Xanten. Und ich hatte nicht genug Geld dabei. Unfassbar.
Ich traute mich gar nicht gucken zu gehen, soviele Farben, Muster . Alles flatterte in der leichten
Sommerbrise. Knöpfe, Reißverschlüsse. Ein Marktstand bunter als der andere.
Rundherum sassen in Eisdielen und Cafe´s Männer mit Kinder, Männer mit Tüten ... und
die Frauen ...
waren auf dem Markt .





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