Alltag und so ...

Die große Tochter ist mit der Schule in Berlin, heute auf FB ein Foto von
ihr und ihren Freundinnen vor dem Brandenburger Tor.





Meine ist die links ohne Jacke.
Während der Anfahrt standen sie länger im Stau, so dass sie Zeit hatte mit ihrer
Mutter, also mir, zu telefonieren.

Ruhiger geworden ist es hier nicht, auch wenn eine fehlt. Und so läuft hier
der Alltag weiter.
Nur Ronja wartet ganz sehnsüchtig.


Heute ist für mich einer der Tage, die trotz herrlichstem Sonnenschein, die
Seele nur schwer erhellen.
Ich stelle alles in Frage. Auslöser war gestern eine Kleinigkeit. Ich wäre
gerne Elternvertreter geworden und habe keine ( außer meiner) Stimme
bekommen.
Auf dem Nachhauseweg sind so viele alte Verletzungen hoch gekommen.

Und dann heute ein innerer Nörgeltag.
Anstatt froh darüber zu sein, dass der Arzt heute zu mir sagte:
"Frau S. schön das mein Verdacht sich nicht bestätigt, sie haben
keine Diabetes " , jammere ich über Nichtigkeiten wie z.B. ein durch-
gesessens Sofa . Immer wieder wird mir klar, dass meine Wünsche
und Ansprüche über meinen finanziellen Möglichkeiten liegen.
Das ich als alleinerziehende Mutter einer Vierjährigen , nicht die Möglich-
keiten habe meinen Hobbies zu frönen . ( Wobei eine gute Freundin,
die ungewollt kinderlos bleibt, mir regelmäßig in der Hinsicht den Kopf
wäscht.)
Das ich 60 bin, wenn das Kind Abitur ( falls überhaupt) macht und dann
mein Leben vorbei ist. Das sehen jetzige 60-jährige anders, aber ich sehe
es heute dunkel.

Um mich abzulenken, plane ich den 5.Geburtstag der Kleinen. Da ihre
Freundinnen bereits in Indoor-Spielparadiesen und Freizeitparks feiern,
wünscht sie sich auch ein besonderes Geburtstagsfest. Das soll sie be-
kommen - zu Hause. Genau wie bei ihren drei Geschwistern habe ich
nicht vor diesen Run mitzumachen .
Ich überlege mir etwas für drinnen und draußen, im November weiß
man nie.
Da sie am 03.11. hat denke ich an ein kleines Lichterfest. Habe mir
auch in der Bücherrei schon ein paar Ideen geholt. Es muss ja nicht
zwingend Halloween oder St.Martin sein, nur weil die beiden Feste
so nahe liegen. Der oekotopia-verlag hat da ein sehr schönes Buch.

Das Ablenken hat dann auch geholfen, so langsam komme ich
wieder auf der hellen Seite meiner Seele an.








Kommentare

  1. Ohja ... ich kenne sie gut diese Tage... Aber mein (Yogie)Teebeutel meinte heute dazu: Nicht dem Leben mehr Tage, sonmdern den Tagen mehr Leben geben. Wie recht er da doch hat ;-)

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  2. ....."Alles ist möglich", so steht es auf meinem neuen Kalender und ich habe vor, da ganz fest dran zu glauben, somit kann/muss es einfach besser werden.....

    Diese fiesen kleinen Stolperdrähte triggern uns noch viel zu sehr, aber ich vertraue darauf, dass wir auch das noch in den Griff bekommen.....

    Für den Moment schicke ich Dir einen schönen Traum und eine frische Brise, welche die dunklen Wolken ein wenig wegpustet.....

    Liebe Grüße ☼

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  3. Solch fiese Gedanken, die sich immer wieder festbeißen, die kenn ich auch, rauben Spiritualität, positive Energie . Da hilft wirklich nur Ablenken. Schick dir Licht und Liebe

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