Da ist er wieder ...der Sommer

Wer hätte das gedacht. Na ja, ob ihr es glaubt oder nicht . Ich.

Denn vor 18 und 25 Jahren war es auch sooo heiß und ich schwanger.
Das vergisst man ( Frau ) nicht.

Der Monat August steht bereits seit vielen Jahren für uns im Zeichen von
Familienfeiern und Brauchtumspflege.
Zum einen die oben erwähnten Geburtstage und dann noch das Schützenfest,
denn zwei meiner Kinder sind noch immer im Schützenverein.
Bei meiner Großen kommt dann noch das Schützenfest ihres Freundes hinzu.
Auch wenn ich mit dem letztgenannten Fest , bis auf Festzug am Sonntag gucken,
nichts zu tun habe, macht es sich in meinem Haushalt bemerkbar.
Ab Mittwoch ( bis nächste Woche Dienstag) glänzt das Mädel erlaubterweise
mit Abwesenheit, so dass der Hund "meiner " ist.
Das andere Schützenfest ist nächste Woche und auch das wirft seine Schatten
voraus. Der Große ist im Orga-Team und Feierabend im Dauereinsatz. Plakate
kleben und aufhängen , Flyer verteilen usw.
Mein Job hier : Waschen und alles parat halten.
Ich mache es gerne.
Bin es, gemeinsam mit dem, Vater gewesen, die die Kinder an das
"Verantwortung übernehmen" herangeführt hat. Etwas was die Kleine
in der Art nicht lernen wird.
Zeiten ändern sich.

Mir fehlt das ganze nicht. Ich schaue mir die Festzüge an und ansonsten
schiebe ich eine ruhige Kugel. Früher, vor zehn bis zwölf Jahren, als wir
noch im Dorf, also vor Ort wohnten, war das anders.
Hausputz, Vorgarten auf Vordermann bringen, Wimpel aufhängen, Straße
kehren, Kuchen backen für den Sonntag , alle Veranstaltungen besuchen,
Kirchgang und Festzug ... da war schon was los. Ob ich wollte oder nicht.
So kannte man es seit Generationen.
Der Urgroßvater meiner drei großen Kinder war Gründungsvater des orts-
ansässigen Schützenvereins. Das war ein Verpflichtung für die ganze
Familie.
Das gibt es heute nicht mehr.
Krampfhaft organisieren eine Handvoll junger Menschen zwischen
20 und 30 das Wochenende.
Die Veranstaltungen werden seit Jahren von immer ältere werdenen
Mitgliedern besucht, wenn überhaupt.
Aber der harte Kern, dazu gehört auch mein Sohn, wollen nicht aufgeben.
Es ist ihr Verein und dazu stehen sie.
Hut ab.

Der Kirchenchor, in dem ich singe, leitet auch unter Überalterung. Letzte
Woche Diamanthochzeit, diese Woche Beerdigung.
Die Jungen, das sind wir Endvierziger . 4 Frauen . Und zwei junge Leute
im 20er Bereich. Der Chor zählt 60 Menschen und die meisten Geburtstage
fangen bei 65 an.
Nicht das wir keine modernen Lieder singen.
Es kommt keiner nach. Menschen die als Gast bei großen Events mitsingen,
bleiben nicht . Keine Zeit oder Lust jede Woche zur Probe zu gehen.
Oder 6-7 mal im Jahr eine Messe zu singen.
Nicht verpflichtend.
Einfach nur Spass.
Schade, aber so ist der Lauf der Dinge.

Altes geht, Neues kommt.
So muss das.
Auch wenn es manchmal weh tut.


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