In der vergangenen Woche ging es mir nicht so gut und ich wollte Euch nicht mit meinen traurigen und wütenden Gedanken belästigen.
Heute mit etwas Abstand kann ich etwas neutraler darüber reden.

Mein Sohn hat sich spontan ein Auto gekauft und ich glaube, dass sich damit sein Auszug noch weiter nach hinten verzögert.
Immer mehr fühle ich mich in meiner eigenen Wohnung mehr als Gast, wie als Mieterin. Das
wurde mich auch bei seiner Geburtstagsfeier am Montag bewusst.
24 Jahre alt ist der junge Mann.
Der Autokauf stand auf jeden Fall an, auch aus beruflicher Sicht, was da intern abgelaufen ist, verletzt mich.
Mein Ex-Mann hatte auch seine Finger mit im Spiel und dem traue bei finanziellen nicht viel zu.
Vielleicht weil er mich und die Kinder so abgezogen hat, aber lassen wir das.
Ich stehe ziemlich unter Druck, denn ich kann kein Ende meiner Schlafsituation mit Kind sehen.

Zu allem Überfluss machen meiner Zähne kleine Scherereien, was mich nicht wirklich wundert.
Ich ertappe mich dabei, dass ich, nicht mehr in meine Wohnung gehen möchte. Auch wenn kein anderer Mensch da ist.
Meine großen Kinder sind, wie immer am Wochenende, nicht da und ich genieße die Zeit mit Raum und Platz und dem Skorpionkind.
Ich weiß, ich muss etwas ändern. Damit es mir besser geht.
Freunde raten mir zu dem drastischen Schritt mir eine Wohnung mit dem kleinen Mädchen zu suchen und die Großen quasi mit Tatsachen zu konfrontieren.
Ich frage mich, soll ich eine Wohnung freiwillig aufgeben, die mir gut gefällt, nur weil ein Kind sich nicht an die Regeln hält. Die große Tochter wäre ja ungewollt mit bestraft.
Nein, dass kann ich nicht.
Ich wünsche mir eine andere Lösung.
Während ich diese Zeilen schreibe, kann ich förmlich spüren wie sich meine Nackenmuskulatur verspannt und das Drücken und Zwacken in den Zähnen beginnt.
Ja Körper ...ich höre.

Aufgrund meiner Depression diese Woche habe ich nicht viel für den Blog getan und auch der Haushalt stand still.
Am schlimmsten war es am Dienstag, als ich mir ausrechnete , dass ich 66 Jahre alt bin, für den Fall, dass auch das jüngste Kind gerne zu Hause wohnt und nicht vor dem 24.Geburtstag auszieht.
Ich liebe meine Kinder sehr, aber es ist mir zu eng.
66 hört und liest sich unendlich alt .. ich weiß es ist Blödsinn.
Die meisten gehen dann in Rente ... ich dann halt in Mutterrente.

Kennt ihr das Gefühl, dass das Leben ohne Euch an Euch vorbeizieht.
So ist es mir diese Woche gegangen.
Ich bin sehr froh, dass diese dunklen Stunden der Woche nun vorbei sind.


Kommentare

  1. *Drück dich*

    Ich kann da als Nichtmutter wenig raten. Aber ich finde, mit 24 sollte Sohnemann mal von zu Hause weg. Meine Eltern haben mir früh klargemacht, dass sie nicht wollen, dass ich nach dem Abitur mit Freund weiter bei ihnen wohne. Also sind wir mit 19 zusammen in eine 1-Zimmerwohnugn gezogen. Kaum war ich draußen, wurde mein Kinderzimmer das neue Büro. Und das war auch gut so.

    Versuch doch mal, mit ihm zu reden, ihm zu schildern, wie es dir damit geht, dass er als erwachsener Mann im Hotel Mama wohnt.

    LG
    Bodecea

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  2. Hallo Bodecea, das Thema Auszug dieses Kindes läuft seit einem Jahr. Immer wieder verspricht er es, nennt Termine und lässt sie verstreichen. Auch ich bin mit 19 ausgezogen, weil ich mit meinem Freund zusammenleben wollte. Bei ihm ist es so, dass er sich nicht vorstellen kann, alleine zu leben und er aber niemanden findet, der mit ihm eine WG gründen möchte. Ich habe schon unzählige Gespräche geführt und bin mit meinem Latein am Ende. Fakt ist, dass es für mich eine immer weniger erträgliche Situation ist. Ursprünglich wollte die Große nächstes Jahr ausziehen, die beginnt aber auch zu verschieben. Es läuft wohl darüber hinaus, dass ich mir eine Wohnung suche . Lg

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  3. Lass dich mal knuddeln! Um mich herum gibts ja auch so einige Nesthocker und ich verstehs einfach nicht. Klar, für die Jungs (es sind allesamt Jungs, die nicht ausziehen wollen), is das ne feine Sache: Wo sonst bekommt man das Essen vorgesetzt, die Wäsche gewaschen und das alles für nur maximal einen geringen Unkostenbeitrag?

    Boah und du lässt dir das gefallen, dass du so ausgenutzt wirst??? Setz dem Prinzen ein Datum, an dem du ihm den gepackten Koffer vor die Tür stellst, sollte er bis dahin noch immer nicht ausgezogen sein. Und bitte nimm ein Datum noch in diesem Jahr!

    Achso, und bis dahin und ab sofort: Genaue Kostenteilung! Also anteilige Miete, Strom, Wasser, Einkauf und natürlich stellst du deine Dienste (kochen, waschen, aufräumen, einkaufen, etc.) ebenfalls in Rechnung! Wenn du schon die Putze für den Herrn Sohn bist, dann soll er dich auch anständig dafür bezahlen. Logisch, oder?

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  4. Hallo Zauberweib, der Prinz trägt seinen Anteil, von mir sehr genau ausgerechnet, bereits seit Ausbildungsbeginn 5 Jahren. Seine Wäsche erledigt er selber und er geht ( jetzt mit Auto) einmal in der Woche die schweren Sachen einkaufen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich mit dem Skorpionkind in einem Zimmer schlafe. Das Datum ist gesetzt. Einschulung ist am 25.08.2016 . Da muss er raus sein. Nächste Woche kommt der Schreibtisch fürs kleine Mädchen, den lagert er jetzt bei seinen Großeltern (Ex-Schwiegereltern) ein. Da stehen auch schon einige seiner zukünftigen Möbel. Mir geht es trotzdem zu langsam. Danke fürs Knuddeln und die lieben Worte.

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  5. Na, immerhin etwas :) Und dann zieht er zu den Großeltern oder ist das nur der momentane Sammel-/Abstellplatz?

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