September - Rückblick

Der September ist vorbei und alles woran ich mich erinnere ist, dass die Sonne häufig schien, wir oft draußen waren und meine Tochter samt Hund ausgezogen ist.
Etwas wenig für einen Rückblick, also hingesetzt und Bilanz ziehen.


unser letzter gemeinsamer Abend


Immer wieder darüber nachzudenken bzw. zu schreiben, dass die großen Kinder ausziehen,
ist auf Dauer langweilig, vor allem für den Leser. Bei einem Blick in meinen Blog sehe ich,
geschrieben habe nicht viel, es findet wohl in meinem Kopf statt.

Mir ist aufgefallen, dass viele Elternblogger über ihr Leben mit jüngeren Kindern schreiben.
Meine großen Kinder sind zwischen 19 und 26 . Da fallen ganz andere Themen an.  Allerdings
besteht auch die "Gefahr" das sie lesen, was Mama schreibt.
Wie ist das also, dieses vorerst "letzte" Loslassen des eigenen Kindes.
Auf jeden Fall bei jedem Kind anders, das kann ich Euch heute sagen. Genau wie die Geburt,
verändert der Auszug das Leben der Mutter, also mir, drastisch.
Ich werde freier, aber auch - ich finde gerade keine Adjektiv . Ich fühle mich definitiv nicht
einsamer als zuvor, aber es fehlt etwas.
Mit dem Kind, geht ein Stück meiner Selbst.
Ein Stück meiner Selbst kommt allerdings auch zum Vorschein. Verborgen , irgendwo
in mir, kriecht es heraus und will gelebt werden. Sehr schön, kann ich Euch sagen.
So liegt Lachen und Weinen in diesem September ganz nah beieinander.

Diese Veränderung war im September sehr beherrschend und wird mit dem Auszug
des Sohnes im Oktober fortgesetzt.

Am Wochenende ganz ohne Kinder, durfte ich drei Tage nur ich sein. Spontan hatte ich
alle Termine abgesagt und nur für mich Zeit.
Ich habe viel in der Wohnung gekramt und in Ruhe einen Film angeschaut. Im Bett gefrühstückt,
gelesen und Radio gehört.
Wie lange habe ich schon kein Radio mehr gehört, weil in dieser Familie spricht immer jemand.

                                   Frühstück im Bett/ Wohnzimmer umgeräumt                              

Was meinen Blog angeht, habe ich für mich festgestellt, dass er gut so ist wie er ist.
Er muss nicht spannender sein, damit mehr Menschen ihn lesen. Er muss nicht spezifischer
werden.
Auch bin ich keine Buchbloggerin im großen Stil. Ich lese gerne und auch viel, aber immer
nach jedem Buch eine Rezession schreiben, das Buch fotografieren usw.
Nein, das ist keine Hobby, dass ist Stress. Für wen ?
Es gibt so viele Buch-Blogs, wer braucht noch einen.
Ich mache es wie immer. Habe ich Zeit und ein ( oder mehrere) Bücher gelesen , dann teile ich
das mit Euch.
Wenn ich gleichzeitig versuche auch in den sozialen Medien aktuell zu sein, fehlt mir die
Zeit und Muße für den Blog.
Dieses Buch fand seinen Weg zu mir. Irgendwo eine Empfehlung gelesen.

Ich möchte auch keine Geld mit meinem Blog verdienen.
Mein Blog ist mein Schreibprojekt. Ich habe schon immer gerne geschrieben. Aus Freude.
Wenn ich es organisiere, das Projekt, dann geht mir die Kreativität verloren.

Was mich auch blockiert hat, ist mein Anspruch ,  jeden Post mit einem Bild zu begleiten.
Da ich dafür noch weniger Zeit habe, wie zum Schreiben, blieben ganz viele Posts in der Schublade.

 Ein tierischer Nachbar


Was sonst noch los war:
  • - die Kleine geht immer noch nicht gerne in die Schule. Aber immerhin mittlerweile morgens
  • alleine aus der Türe. Seit drei Tagen. 
  • - das Job-Angebot hängt weiter in der Schwebe
  • - letzten Sonntag habe ich mit dem Chor gesungen und gemerkt wie sehr mehr das Singen 
  • mit diesen Menschen fehlt
  • -komme überhaupt nicht mehr zum Stricken
  • - mit der Kleinen war ich in einem Marionettentheater. Es wurde Wickie gespielt. Toll
  • -ich bin den ganzen September nicht in die Bücherei gekommen
  • -eine Wohnung habe ich auch noch nicht gefunden, der Markt ist tot 

 und der begegnete mir auch im September - vollkommen unnötig

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