Langsam komme ich in meinem neuen, hektischem Leben an.
Mein altes fehlt mir sehr, alle sagen , das legt sich ...ist das so ?

In der vergangenen Woche habe ich erfahren, dass mein Jahresvertrag definitiv nicht
verlängert wird. Ich habe also Arbeit für zwölf Monate.

Eine neue Wohnung habe ich auch noch nicht gefunden, unterstützt werde ich in dem Maße
nur noch bis Ende Februar, danach muss ich mit weniger Geld auskommen.
Ja ..trotz versicherungspflichtigem Arbeitsplatz und 20 Stunden bin ich immer noch Kunde
bei meiner Lieblingsbehörde.

Ob meine Arbeit mir Freude macht, kann ich noch nicht wirklich sagen. Aber sie ist in
Ordnung. Als jemand, der an verschiedenen Orten arbeitet, ist es nicht leicht sich alle
Namen zu merken oder Beziehungen aufzubauen. Irgendwie gehört man nirgends richtig
dazu.

Meine kleine Tochter lebt fürs Wochenende ... immer noch ... und findet die Nachmittagsbe-
treuung doof. Angst macht mir, dass sie letzte Woche, sie muss alleine nach Hause gehen,
von zwei Müttern im Gespräch mit einem Mann gesehen wurde, der einen Hund an der Leine
führte. Die eine hat ein Foto gemacht, die andere angehalten und meine Tochter angesprochen,
sie solle nach Hause gehen.
Das macht es mir nicht leichter.

Meine Therapie habe ich abgebrochen, ich komme mit dem Bus nicht rechtzeitig zurück.
Ist die Kleine abends gegen sieben im Bett, räume ich noch etwas auf und gehe ebenfalls
ins Bett. Freunde treffen oder Hobbys außer Haus pflegen findet nicht mehr statt.

Ich muss mich neu finden, neu sortieren.
Ich poste nicht , weil ich nichts zu erzählen habe. Ich lese gar nicht mehr, schaue abends
die Nachrichten.
Vormittags, wenn das Mädchen zur Schule geht, erledige ich den Haushalt, gehe einkaufen
und um elf mache ich mich wieder auf den Weg zur Arbeit.

Heute ist Sonntag und wir haben den ganzen Tag gekuschelt, Spiele gemacht, rumgealbert und
zusammen einen Kinderfilm geschaut. Gestern, am Samstag, war die Wäsche zu machen, eine
Freundin rief an und dann war der Tag auch schon um.

Das Mädchen vermisst ihre Freundinnen, denn die sind nicht nachmittags in der Schule. Am
Wochenende habe die Mädchen keine Zeit, in der Woche kommen wir meistens gegen siebzehn Uhr nach Hause, da lohnt es sich nicht, sich zu verabreden.

Nächste Woche beginnt die Adventszeit , besinnliche Zeit.
Euch eine schöne Woche, tut mir leid, wenn ich Eure Blogs nicht mehr besuchen kann oder hier
mehr schreiben.
Aber ... es soll ja besser werden.

Kommentare

  1. Das mit den schnell herumgehenden Tagen habe ich auch grade und leide etwas darunter... Aufstehen, Arbeiten, Essen und dann ist es dunkel. Abends noch mal rauszumüssen - muss oft ab 19 oder 20 Uhr noch mal arbeiten - ist anstrengend...
    Ansonsten wünsche ich dir weniger gedrückte Stimmung, wie ich sie aus deinen Zeilen lese.
    LG
    Bodecea

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