Noch immer habe ich keinen Rhytmus für mein Hobby, das Bloggen und die Blogrunden gefunden.
Mein Kopf ist mittlerweile so voll, dass ich mich nicht mal mehr auf lange Texte konzentrieren
kann.
Sehr traurig finde ich das.
Der letzte Monat im "Jahr des Taschenbuches" hat begonnen und ich habe vergessen, die letzten
gekauften Exemplare zu bloggen.
Jeden Abend nach den Nachrichten nehme ich mir eine halbe Stunde Zeit zum Lesen. Oder ich
stricke  noch an meinem Pullover. Spätestens um 20.30 Uhr ist bei mir Schicht. Dann kann ich nicht
mehr.
Die Kleine steht, wie immer während der Winterzeit, morgens um 5.00 Uhr ( manchmal auch 4.30 Uhr) auf, der Tag ist wahnsinnig lang. Die Wochenenden beginnen früh.
Erholung  = Fehlanzeige

Mein ganzes Leben ändert sich im Moment dermaßen .
Zum Einkaufen in meiner Kleinstadt komme ich gar nicht mehr.
Weihnachtsgeschenke bestelle ich online, was ich hasse. Online-Banking habe ich
vorher gar nicht gemacht. Meine Karte benutzte ich nur zum Geld abheben.
Kochen müsste ich abends, dafür bin ich zu müde. Also esse ich weniger, konsumiere
weniger. Frühstück und Abendbrot. Hunger habe ich keinen. Dazu bin ich zu müde.
Selber basteln entfällt dieses Jahr komplett und die Weihnachtsdeko besteht aus einem
Adventskranz. Minimalismus mal anders.
Wenn es einen Vorsatz für 2017 gibt, dann den, dass ich wieder mein Leben und meine
Regeln leben möchte.

Den ganzen Tag Probleme von Kindern zu lösen und sich mit Kindern zu beschäftigen, hat den
Nachteil, dass ich keine Zeit habe mich mit Erwachsenen auszutaschen. Es sei denn mit meiner
Hausärztin, die ich mittlerweile wöchentlich sehe, da ich von einer Krankheit in die nächste
wandere.
Über WhatsApp schreibe ich mit meinen Freundinnen. Gesehen habe ich seit Oktober keine
mehr. Das wird sich auch im Dezember nicht ändern.
Ich werde einsam.
Sehen kann das niemand, denn im Außen bin ich der "positive" Mensch. Ich habe fast immer
gute Laune .Nicht aufgesetzt. Ich bin so.
Während meine Kollegen und Freunde zum Weihnachtsmarkt aufbrechen, finde ich keinen
Babysitter, der Zeit hat oder den ich mir leisten kann. Mit Kind und Kollegen/Freunden auf den Weihnachtsmarkt passt nicht. Sie wäre die einzige.

Nun denn.
Von Außen wird immer noch erwartet,dass ich glücklich bin und diese Erwartung erfülle ich im
Außen. In mir wird alles leerer. Ich lebe auf der Insel der Alleinerziehenden, deren Alltag sich um
Kind, Haushalt, Arbeit, Kind, Haushalt und Schlafen gehen dreht.
Am Wochenende dreht sich meine Welt um Einkaufen, Kochen, Kind und die Wohnungssuche,
denn wir haben nur noch zwei Monate Zeit.
Dann stellt die Lieblingsbehörde die Zahlung für diese Wohnung ein.


Das kleine Mädchen hasst die Schule immer noch. Weniger den Unterricht, denn da hat sie sich nun
gefügt. Aber die Betreuung von 13.10  - 16.30 Uhr. Den Kontakt zu ihren Freunden hat sie verloren,
während wir uns am Wochenende verabreden, können ihre Freunde nur unter der Woche. 


P.S. Ich lese den oben geschriebenen Text und denke , dass ich so niemals leben wollte.
Grau und ohne große Freude.  Jetzt bin ich da, wo ich nicht hinwollte. Ich muss schauen,d ass
ich da weg komme.




Kommentare

  1. Liebe Sammlerin,

    der letzte Satz deines (ich hoffe dutzen ist okay?)Blogartikels hat mir am besten gefallen. Letzteres kann dir natürlich niemand abnehmen, doch es ist meiner Meinung nach die wichtigste Erkenntnis.
    Wir kennen uns zwar nicht, aber ich bin eine stille Leserin deines Blogs und
    fühle oft mit dir, wenn du von deinen Gedanken und Gefühlen berichtest.
    Ich wünsche dir, dass du den Schalter findest, den du in deinem Inneren umlegen musst, um von dort wegzukommen.
    Sicher ist deine Situation nicht schön, nicht gerecht, nicht sinnvoll für dich oder dein Kind, doch ich glaube, tief in uns Menschen gibt es eine Kraft, die dafür sorgen kann, dass wir wieder weiterkommen, glücklich werden und in unsere Mitte finden. Immer wieder bis die nächste Herausforderung kommt, aber immer wieder und wieder! Wir müssen ihr nur die Chance geben zu wirken, eine Möglichkeit finden, mit dieser Kraft Kontakt aufzunehmen. Dann wird sie uns irgendwann durchströmen und wir werden zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, das passende tun....
    Ich wünsche dir, dass du nicht aufgibts und deinen Weg findest. Viel Kraft wünsche ich dir dafür und Gesundheit.
    Mitfühlende Grüße von
    Kirstin Lang

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  2. Hallo Kirstin, ja "duzen" ist in Ordnung. Was mir immer wieder, schon seit frühester Jugend Kraft gibt, ist mein Glaube. Heute musste ich mit dem Chor singen und obwohl meine Stimme sich oft weigerte, tat mir das "Tun" gut. Am Schluss sang die ganze Gemeinde " Segne du Maria ... " , heilsame Worte während ich meine jüngste Tochter im Arm hielt.
    Segne du, Maria, segne mich, dein Kind,
    dass ich hier den Frieden, dort den Himmel find.
    Segne all mein Denken, segne all mein Tun,
    lass in deinem Segen Tag und Nacht mich ruh'n

    Segne du, Maria, alle die mir lieb;
    deinen Muttersegen ihnen täglich gib.
    Deine Mutterhände breit auf alle aus,
    segne alle Herzen, segne jedes Haus

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