Der März neigt sich dem Ende zu .Die Zeit fliegt nur so dahin. Ich mache Pläne . Der Alltag lässt mir kaum Luft zum Denken. Es ist mehr ein Agieren. Am Wochenende bin ich oft so ausgelaugt, dass ich am liebsten gar nichts machen möchte, ausser lesen und schlafen. Wenn das mal so einfach wäre mit einer Siebenjährigen, die alles nachholen möchte, was in der Woche nicht zu schaffen war.

Bei unserem Besuch in Köln, im Prinzip schon während der Zugfahrt dorthin, bemerkte ich an mir eine Veränderung. Dieses „Raus“ aus dem alten Trott tat mir sehr gut. Ich lebte auf. Das es den ganzen Tag regnete, störte nicht. Die Stunden mit meinem Sohn verflogen sehr schnell, doch es bleibt die Erinnerung an ein Gespräch mit einem erwachsenen Mann. Der Pläne und Träume hat, seine Lebensituation sehr realistisch einschätzt und der auf Pläne, Träume und Ideen seiner Mutter eingehen kann. Der den Spiegel vorhalten kann, mögliche Richtungen auf Entwicklungen der Mutter aufzeigt.

Dieses Jahr werde ich fünfzig und obwohl mir die Zahl selber wenig bedeutet, bedeutet sie gleichzeitig viel . Fünfzig gelebte Jahre, nochmal fünfzig Jahre sind nicht vorstellbar.Festzustellen, dass es noch soviele nicht gelebte Träume gibt, das es Träume gibt, die nicht gelebt sondern nur geträumt werden wollen. Auch ich bin erwachsen geworden. Gewachsen an meinem Leben. Manchmal plane ich wie ein Kind. Immer weniger möchte ich gefallen. Immer häufiger nur ich sein. Hundert Prozent ich.

Während ich diesen Text schreiben, hat die Siebenjährige bereits dreimal geklingelt und brauchte dringend dies oder das. Klingelt das Handy, um mir mitzuteilen, dass ich morgen bitte an dieses oder jenes denke.

Ich vermisse meinen Blog, meine Zeit durch das Internet zu streifen und zu lesen . Ich liebe den Alltag mit all den Fragen der Kinder in der Schule, den Ärger und meinem Flieder auf dem Balkon, von dem ich gedacht habe, der wird nichts mehr in diesem Jahr.

Meine große Tochter und ich ... es fällt mir immer noch schwer sie loszulassen. Mein kleines Mädchen, ist eine Frau mit einem eigenen Haushalt. An manchen Tagen fühle ich mich verlassen  und bin gleichzeitig stolz darauf, dass sie ihr Ding macht. Es ist nicht einfach loszulassen.

Zack, da war sie wieder , die kleine Tochter ...

Es ist schon eine sehr spannende Zeit. Die Veränderungen in den Beziehungen zu meinen Kindern und meine Veränderungen in meiner Beziehung zu mir.

Der April kann kommen.

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