Das Mädchen mit ...

...der angehenden Rechenschwäche hat heute ihren Mathetest zurückbekommen.
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an meinen Bericht über den Elternsprechtag.

Der Test ist sehr gut ausgefallen. Von 66 möglichen Punkten hat sie 61 Punkte
erreicht und war auch nach 22 Minuten fertig.
Sicherlich hat sie mit den Fingern gezählt.

Es hat sie schon einige Zeit beschäftigt. Mich auch. Natürlich möchtest ich als
Mutter, dass alles glatt läuft mit der Schule und dem Lernen.
Aber was, wenn nicht ?

Ist das wirklich so schlimm ?
Es ist auf jeden Fall anders. Zuerst wollte ich anstrengender schreiben.
Anstrengend ist es immer dann, wenn ich mich gegen die Gegebenheiten
auflehnen möchte.

Ich habe mich zurückgenommen, habe nicht mit ihr geübt .
Nur wenn sie auf mich zu kam, habe ich Materialien und Hilfestellung
zur Verfügung gestellt.

Sie hat sich weiter entwickelt. In ihrem Tempo.

Es ist so traurig, dass ein Kind nicht die Möglichkeit hat, sich in seinem
ureigenen Tempo zu entwickelt. Voran zu schreiten. Auch mal still
zu stehen.

Die Schule geht weiter im Thema vor. Muss Standards erfüllen.

In mir hat ein Prozess begonnen, den ich nicht wirklich aufhalten will.
Veränderung findet statt.
Ich bin nicht mehr gewillt, gedankenlos mit dem System konform zu gehen.

Ich denke über Alternativen für mich und mein Kind nach.
Lese viel. Höre zu.

Durch meine Arbeit in der Offenen Ganztagsschule lerne ich
verschiedene Seiten des Systems Schule kennen.
Ich kann mich klassisch einbringen, machen was alle machen
oder Weichen stellen, dass es auch anders laufen kann.

Es ist ein Prozess.
Ich bin mittendrin.



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