Montag, 15. Januar 2018

Musikalisches Wochenende


 Allein leben mit Kind




Im Monat Februar nehme ich an der Challenge " 28 Days of Blogging 2018" teil . Im Zuge dessen, habe ich mir gestern Gedanken darüber gemacht, was ich denn alles in diesen Tage posten möchte. Daraus entstand die Idee regelmäßig über mein Leben allein mit Kind zu schreiben.

Regelmäßige Leser wissen, dass ich Mutter von vier Kindern bin. Drei von ihnen sind bereits ausgezogen und ich versuche sie nicht aus den Augen zu verlieren. Doch wie es nun mal so ist bei Nestflüchtern, sie gehen ihren eigenen Weg. Das Nesthäckchen ist aber noch in meiner Obhut, sie ist im November 8 Jahre alt geworden . Über sie und mich geht es .

Das vergangene Wochenende stand ganz unter dem Motto Kirche, Musik und Begegnungen. Wir sind katholisch, aber in erster Linie sind wir Christen. Das Nesthäckchen hat schon lange ein Faible für Kirchen als Gebäude. Bereits mit drei Jahren mussten wir jede Kirche, an der wir vorbei liefen, von innen anschauen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Was die Gottesdienste angeht, da gehen wir manchmal getrennte Wege.
Während ich sonntags die katholische Kirche besuche , geht sie samstags lieber in die Kinderkirche der Protestanten vor Ort. Das Nesthäckchen ist ein Mensch, der genau weiß was er will und dies auch gut ausdrücken kann, wenn man sie lässt. Sie sagt, dass sie den Kindergottesdienst, den es in dieser Form in der katholischen Gemeinde nicht gibt, besser versteht und sie Jesus damit näher ist. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich war also gestern im Gottesdienst und dort sang der Jugendchor, was mich wieder einmal schmerzlich daran erinnerte wie sehr ich mein Singen im Kirchenchor vermisse.
Neue geistliche Lieder wurden gesungen und der Gottesdienst hatte richtig Schwung.

Am Nachmittag sind wir dann gemeinsam zum Konzert des örtlichen Harmonievereins.
Der Eintritt ist immer frei und so war es mir auch in einer Zeit, als ich mir Konzerte nicht leisten konnte, möglich, zweimal im Jahr mit dem Kind Musik zu genießen, die wir zu Hause selten hören.

Zufällig traf ich meine Mutter und lernte sie mal von einer Seite kennen, die ich in meinen fünfzig Jahren noch nicht erleben durfte. Meine Mama ist 81 Jahre alt und wandert einmal im Monat mit einer Gruppe Männer und Frauen. Die Männer, die mit meiner Mutter Sekt und Orangensaft tranken, waren deutlich jünger als sie und doch hofierten sie die ältere Dame. Sie stellte mich als ihre  Tochter vor und dann erfuhr ich den Grund. Sie alle bewundern meine Mutter, weil sie in ihrem Alter körperlich noch so fit ist, das sie die Wanderungen mit machen kann.

Meine jüngste Tochter verbrachte den Nachmittag mit Mädchen ihres Alters in der ersten Reihe . Das hat es vor acht Jahren noch nicht gegeben und wir sind auch nicht ganz unschuldig an dieser durchaus positiven Veränderung. Anfangs saß ich mit dem Kind auf den Knien ganz hinten, ich wollte ja niemanden mit dem Kleinkind stören. Doch dem Veranstalter ist das Durchschnittspublikum zu alt und zu steif . Im Konzert darauf wurde ich gebeten ruhig mit dem Kind nach vorne zu kommen und sie auch tanzen zu lassen, wenn ihr danach ist. Mittlerweile sind es ein paar Kinder mehr. Um genau zu sein - fünf . Lach.

Mein Zweitgeborener und seine Freundin haben uns auch am Sonntag auf einen Kaffee besucht. Genauso wie meine langjährige Freundin aus der Schulzeit. Sie kam am Freitagabend mit zwei Flaschen Hugo vorbei und wir quatschen nochmal ausgiebig.

Das Nesthäckchen hatte Besuch von einer Freundin, die ihre Wii dabei hatte. Beim Mario Kart Rennen bin ich garantiert immer die letzte. Wir hatten großen Spass.

So sah unser Wochenende aus. Heute hat der Alltag uns wieder. Im Wohnzimmer warten noch die Hausaufgaben auf ihre Kontrolle, ein Infoblatt zum Thema Krankenheiten möchte gelesen werden und die Klassenarbeit unterschrieben. 


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