Mittwoch, 14. Februar 2018

Fastenzeit 2018 - es geht los



Der erste Schritt ist gemacht. Kein Fleisch und keine Wurst am heutigen Mittwoch.
Stattdessen habe ich mir ein vegetarisches Chilli gezaubert. Zwiebeln, Knoblauch ,
Chili, Kidneybohnen und Mais . Sehr lecker.

Jetzt gerade laufe ich durch die Wohnung und suche irgendwas zum Kauen, da
dachte ich mir, schreib mal den Post, besser als jetzt noch irgendetwas in mich
rein schieben.

Ich sitze vor dem weißen Blatt und habe keine Ahnung was ich schreiben
soll. Zum Thema Fleischkonsum haben schon so viele geschrieben und Filme
geteilt, ich nicht auch noch. Es gibt für mich auch kein Schlüsselerlebnis.
In den 90zigern habe ich mir ein Vegetarisches Kochbuch gekauft. Da wurde
ich belächelt. So ein Blödsinn und heute ? Vegetarisch, Vegan oder Clean
Eating. Meine Mutter hatte ausser der Maggi-Flasche keine Fertigprodukte in
ihrem Haushalt. Das war in den siebziger Jahren. Zweimal im Jahr wurde
ein halbes Schwein gekauft, der Rest kam aus dem Garten oder Wald und
Flur. Einmal im Monat wurde zum ALDI gefahren: Butter, Zucker und Mehl.
Daran kann ich mich erinnern, wurden auf Vorrat gekauft. Fleisch und
Wurst nur beim Metzger, genauso wie Brot. Kuchen backte sie selber. Samstags
gab es immer Suppe, Sonntag Braten und Freitag Fisch oder Eiergerichte.

Heute können wir alles, immer und überall kaufen . Nur "satt" werden wir nicht.

Dieses Nicht-satt-sein kenne ich. Nicht das der Magen knurrt. Es ist ein un-
bestimmtes Gefühl sich nicht genährt zu fühlen.

Während der Fastenzeit achte ich nicht nur besonders darauf was ich esse,
sondern auch wie und mit wem ich meine Zeit verbringe. Ich führe ein Tage-
buch über die Dinge du gut waren und mich "sättigten". Das ist mir wichtig.

Und ihr ...fastet ihr ?

Kommentare:

  1. Ich finde es super, dass deine Familie so nachhaltig gelebt hat! Damals war ein Besuch im Wald noch normal und auch das Fleisch wurde nicht in Massen produziert, um erneut 5% Umsatz- und Produktionssteigerung zu erzielen.
    Viele Grüße, Izabella

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  2. Hm... du schreibst wir, meinst aber dich. Ich werde schon satt, heute und ohne Fleisch.

    Meine Herausforderung wäre es, vegan zu leben, ungefähr die Hälfte meiner Mahlzeiten sind es auch schon, aber auf 2-3 Milchprodukte will ich (noch) nicht verzichten.

    Ich faste Alkohol und (Facebook-)kommentare unter Zeitungsartikeln, weil mir das Gejammer der "Schlechtmenschen" auf die Nerven geht :-D. Auch sonst versuche ich wie du, mehr Zeit für Schönes (Wandern, Lesen) zu verwenden statt für langes Rumgucken im Internet ohne Sinn und Verstand.

    Ich versuche außerdem wieder zu fasten, darüber nachzudenken, was andere (v.a. beruflich) wohl von mir denken, wenn sie sich komisch verhalten.

    LG
    Bodecea

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    1. Hallo Bodecea, ich meinte "satt" nicht im Sinne von Hunger haben und etwas essen müssen. Auch ich werde von auch ohne Fleisch satt. Da habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt.( Heute können wir alles, immer und überall kaufen . Nur "satt" werden wir nicht.) Das wir bezog sich auf einen großen Teil unserer Gesellschaft, die zwar ohne Maße konsumieren , davor aber nie genug ( also satt ) werden.

      Das mit dem FB Kommentaren habe ich bei Dir gelesen, läuft es gut ?

      Liebe Grüße und Danke für Deinen Kommentar.
      Britta

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    2. Hallo Sammlerin,

      Ich bin auch recht "konsumsatt", glaube ich. Zumindest im Vergleich zu vielem, was ich um mich rum sehe (Neues Auto! Neue Kleider! Neue Möbel!); natürlich nicht im Vergleich zu Leuten, die vor 50 oder 100 Jahre lebten. Ich merke es ja auch daran, dass ich nicht sehr viel verdiene und dennoch nicht alles ausgebe.
      Kommentarfasten tut gut :-).

      Liebe Grüße
      Bodecea

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