Samstag, 24. Februar 2018

Fastenzeit 2018



Fastenzeit 2018


Ich faste.
Ich faste seit zehn Tagen.




Jedes Jahr zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag faste ich Fleisch.
Dieses Jahr fällt es mir sehr leicht. Mein Speisezettel ist um Linsen, gluten-
freie Haferflocken und Hirse reicher geworden.
Mein Einkaufskorb sieht jetzt immer so gesund aus, denn in erster Linie
findet man dort jetzt Gemüse und Obst, dann Käse, Naturjoghurt- und Quark.

vegetarische Pizza/Pixabay

Warum faste ich, das werde ich sehr oft gefragt.

Ja, warum eigentlich ?.

Ich faste, weil ich mir selber etwas versagen möchte, dass ich , wenn ich
wollte , jederzeit konsumieren könnte.
In diesem Jahr fällt es mir sehr leicht auf Fleisch zu verzichten. Der Gang
zur Wursttheke, einmal in der Woche für meine Tochter, ist kein schwerer
Gang. Im Gegenteil. In den vergangenen Jahren habe ich mir an den
Sonntagen Fleisch gegönnt. In diesem Jahr möchte ich gar nicht. Die
Erfahrung der ersten zehn Tage zeigt mir, dass ich mich "leichter" fühle.
Irgendwie gesünder. Ich kann dieses Gefühl nicht richtig greifen, erklären.
Mit Kochen und Einkaufen bin ich jetzt sehr viel mehr beschäftigt. Die
Vorbereitungen für das wie und was nehmen Zeit in Anspruch. Doch es
ist Zeit, die ich nur für mich in Anspruch nehme und die mich , zu meinem
Erstaunen erfüllt.

 Meine Kollegin fastet Fleisch und Süßkram, wie sie es nennt. Wir tauschen
unsere Rezepte aus. Eine Bekannte fastet das Internet , ich habe ihr jetzt
einen Brief geschrieben .

In ihrem Ursprung war die Passionszeit für die Christen eine Zeit in der
sie Buße tun und sich durch Enthaltsamkeit neu besinnen.
Da ich mit dem" Buße tun" leider den Ablasshandel
der Katholischen Kirche ( seit 1567 verboten ) verbinde, habe ich es
nicht so mit büßen und beichten. Auf Gott besinne ich mich in dieser Zeit
nicht mehr, als sonst . Halt jeden Abend . Ich sitze dann ganz still und
lasse den Tag an mir vorüber ziehen. In dieser ruhigen Zeit fühle ich
mich ihm ganz nahe und manchmal werde ich so ruhig, dass ich hören
kann.

tea-lights/Pixbay




1 Kommentar:

  1. Internetfasten klingt besonders interessant! Als Blogger natürlich sehr schwierig bzw. undenkbar. Und auch sonst stelle ich es mir sehr schwer vor. Schon alleine, wenn man "schnell mal etwas nachschauen muss" oder checken will, wie lange man von A nach B braucht. Ohne Internet ist das Leben schon auch arg anstrengender. ;)
    LG Ina

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